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Am 25.03.1992 gründete sich der damalige Modellautoclub für Elektromodelle MAC Waldkraiburg e.V. beim Bräu in Aschau, aus dem MAC Haigerloh, welcher noch ein Verein für Verbrennermodelle war. Erster Vorstand war damals Oskar Pickert, der auch schon den MAC Haigerloh führte.

 In der Anfangszeit waren es ca. 26 Elektrofahrer. Diese trafen sich im Winter zum Trainieren in der Volksfesthalle Waldkraiburg und im Sommer auf der Eisstockbahn des ESC St. Erasmus. Beim Fahren in der Halle war es in den Wintermonaten bitter kalt. Bei wechselhaftem Wetter zwischen Regen und Kälte kam es vor, dass sich die Strecke wegen des undichten Dachs oft in eine Eisbahn verwandelte. Die Autos waren dann kaum beherrschbar. Die gängigsten Fahrzeuge zu dieser Zeit waren zweiradgetriebene Offroader, die für den Einsatz auf Teer umgerüstet wurden.

 Im September 1993 trat Oskar Pickert aus beruflichen Gründen als Vorstand zurück und sein Stellvertreter Markus Hufeld übernahm das Amt. In der Folgezeit entwickelten sich die Rennen und Veranstaltungen hin zu DMC-Rennen und so wurden sogar Sportkreismeisterschaften ausgerichtet. Auch die Fahrzeugtechnik vollzog wesentliche Veränderungen. Es setzten sich immer mehr die vierradgetriebenen Offroadmodelle durch, die aber auch noch für den Asphaltbetrieb umgerüstet werden mussten

- die Geburtsstunde der Tourenwagen breit - !

 Nachdem im Laufe der Zeit die gemeinsame Nutzung der Sportstätte des ESC St. Erasmus für ESC und MAC immer schwieriger wurde, suchte der MAC ein neues Trainingsareal. Es begann ein regelrechtes Vagabundenleben auf verschiedenen Firmengeländen, die aber allesamt den Anforderungen des wachsenden Vereins und den steigenden technischen Ansprüchen nicht gerecht wurden. Denn inzwischen waren pfeilschnelle Formelfahrzeuge, Prototypen und Tourenwagen breit und schmal  im Renneinsatz, die erhebliche Geschwindigkeiten erreichten und deshalb große und breite Rennstrecken brauchten. Durch das Nomadenleben verlor der vorher gewachsene Verein Mitglieder.

 Eine Idee wurde geboren - „ Wir brauchen eine permanente Rennstrecke“ ! Eine Odyssee begann für die noch 22 verbliebenen Mitglieder. Mögliche Strecken wurden besichtigt und analysiert. Aber es standen entweder bauliche, logistische oder Probleme des Umfeldes im Weg. Eine brauchbare Lösung zeichnete sich nicht ab. Die Tendenz der verbliebenen Mitglieder ging immer mehr zum Eigenbau.  – Aber wo? Da gab Franz Fost den Tipp – „fragt doch mal den Wimmer Schorsch in der Mettenheimer Kiesgrube!“ 

Thomas Lechner nahm Kontakt auf und rannte offene Türen ein. Inzwischen schrieben wir das Jahr 1997 und es waren noch 14 Mitglieder. Diese aber glaubten weiter an die Idee und den Verein und wurden so Gründungsmitglieder für den MAC Mettenheim mit eigener permanenter Rennstrecke. Aber bis dahin war noch ein schwerer Weg mit viel Arbeit und Organisation. Der Ort war klar, aber klappt das auch mit dem hl. Bürokratius ? Der Himmel schickte damals auf  Vermittlung von Schorsch Wimmer, Rudolf Kapser sen. vom Landratsamt der seine Fühler in Richtung Behörden ausstreckte. Bald schon zeigten sich positive Rückmeldungen von Gemeinde und Landratsamt. Das Vorhaben ging in die Planungs- und Genehmigungsphase über. Die zuständigen Behörden gaben ihren Segen. 

Im März 1998 trat Vorstand Markus Hufeld aus beruflichen Gründen zurück und Thomas Lechner übernahm dieses Amt. Für den neuen Vereinsmittelpunkt wurde aus dem MAC Waldkraiburg zugleich der MAC Mettenheim. Gleichzeitig begann der Bau der permanenten Rennstrecke in der Wimmer-Kiesgrube. 14 Mitglieder arbeiteten in der Zeit von April 1998 bis August 1998 ca. 1800 Stunden an der Rennstrecke. Streckenverlauf, Fahrerstand, Zeitnahme, Fahrerlager, Parkplätze, Toiletten und Bepflanzung waren Diskussionsthemen und immense Bauvorhaben. Schon während der Bauphase trug der Entschluss und der Mut der Gründungsmitglieder Früchte. Neugier, Interesse und Erwartung wurden geweckt und die Mitgliederzahl stieg wieder an. Ab August 1998 war der Traum für die Gründungsmitglieder und die zwischenzeitlich neu Eingetretenen dann erfüllt. Die ersten Runden konnten auf der vereinseigenen Rennstrecke gedreht werden. Allgemeines Urteil von damals – „die Schufterei hat sich gelohnt!"

Zwischenzeitlich hatte der Verein auch eine Möglichkeit gefunden in den Wintermonaten zu fahren. Jeweils Sonntag nachmittags war Training in der Schulsporthalle Töging. Die offizielle Streckeneröffnung mit großer Feier war dann zu Saisonbeginn am13.06.99. Mit tollen Vorführungen, Infos und Zeltbetrieb stellte der MAC Mettenheim seine Strecke offiziell der Bevölkerung vor, In der Saison 1999 fanden dann auch schon die ersten Rennveranstaltungen auf der neuen Strecke statt. Hierzu gehörte der Bayerncup. Die Mitgliederzahl stieg laufend an und man wurde in Fachkreisen auf die Strecke aufmerksam. Dies führte dazu, dass bereits im Jahr 2000 nicht nur Bayern-Cup-Rennen sondern auch schon ein Lauf zur Süddeutschen Meisterschaft durchgeführt wurden.  Zwischenzeitlich konnte, dank der Erlaubnis durch die Gemeinde und die Schule Mettenheim, auch das Wintertraining in die Schulturnhalle von Mettenheim verlegt werden. Somit war auch der Mittelpunkt für den MAC komplett – Vereinssitz „Mettenheim“ – eigene Strecke „Mettenheim“ – Wintertraining „Mettenheim“ – Vereinslokal für Sitzungen und Versammlungen  „Kreuzer Wirt Mettenheim“. Unser Verein gehörte nun wohl endgültig in die Vereinslandschaft der Gemeinde Mettenheim und fühlt sich hier gut aufgenommen und wohl.

 Durch die permanenten Trainingsmöglichkeiten blieben natürlich auch Erfolge der Vereinsfahrer nicht aus. Bereits 2000 gab es Bayern-Cup-Sieger, süddeutsche und deutsche Meister in verschiedenen Klassen und Altersgruppen aus dem MAC. Stellvertretend sei hier der erfolgreichste Vereinsfahrer Markus Fost genannt der inzwischen schon mehrere Deutsche Meistertitel erreicht hat. Ganz nebenbei, die Mitgliederzahl stieg weiter. 2001 überschlugen sich dann bereits die Veranstaltungen. Es fanden statt, ein Tag der offenen Tür, zwei Bayern-Cup-Rennen, die Teilnahme an Jugendtagen in Niederbergkirchen und am Projekttag in der Schule Mettenheim, ein süddeutscher Meisterschaftslauf, die deutschen Jugendtage unseres Dachverbands DMC und die Deutsche Meisterschaft für Tourenwagen breit und Prototypen. Erstmals war der MAC Ausrichter einer Deutschen Meisterschaft. 

Aber der Bayern-Cup drohte mangels Organisatoren zu sterben. Kurzerhand entschloss sich unsere Vorstandschaft die Organisation zu übernehmen und somit den Bayern-Cup am Leben zu erhalten. Er ist eine Rennserie in der auch gerade Kinder, Jugendliche und Einsteiger die Möglichkeit haben an offiziellen Rennen teilzunehmen – und jeder Verein sollte das Möglichste für den Nachwuchs im Sport tun.

2002 hatten wir wieder ein solches Mammutprogramm zu absolvieren. Es begann am 05.05.02 mit dem Tag der offenen Tür und der lang ersehnten Streckentaufe – es war nämlich nicht so leicht einen Namen für unsere Strecke zu finden. Nach langem Hin und Her und schließlich mit der Hilfe der Mettenheimer Schulkinder wurde die Strecke durch Diakon Scharnagl zum „Mettenheimer Minidrom“.

Am 22.06.02 fand die 10-Jahrfeier statt. Davor war bereits ein Bayern-Cup-Lauf und danach erwarteten uns noch eine süddeutsche und eine deutsche Meisterschaft auf dem Minidrom.  2003 entwickelte sich der Bayern – Cup zur Super - Rennserie bei acht Rennen über die Saison ( zwei davon in Mettenheim ) waren 524 Fahrer am Start und davon 202 Einsteiger. Der neu dazu ins Leben gerufene Lady`s – Cup hat in dieser Rennsaison einen guten Start mit bis zu zehn Teilnehmern. 

Das große Engagement des MAC für die Jugendarbeit und den Nachwuchs trägt immer mehr Früchte. Kein Wunder, unsere Mitgliederzahl ist zwischenzeitlich auf  70 angewachsen und der Trend ist weiter steigend. Dabei zeigt sich immer mehr die Breite unseres Modellautosports. Die jüngsten Mitglieder sind noch im Kleinkindalter, die ältesten schon Rentner. Erfreulich ist vor allem auch, dass immer mehr Familien gemeinsam einen Teil ihrer Freizeit im Vereinsgeschehen verbringen. Aber das ist auch ein Ziel des MAC, denn – „im Verein ist Sport am schönsten!“. Wir wollen – Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und gestressten Erwachsenen die Möglichkeit zum Abschalten und zur Entspannung bieten, Familien ermöglichen etwas gemeinsam zu tun und Sportbegeisterten sowie Bastelfreaks ein tolles Beschäftigungsfeld bieten und natürlich alle gemeinsam tollen Automodellrennsport betreiben. Nicht extra muss betont werden, dass Kameradschaft, Fairness und Sportlichkeit bei uns groß geschrieben werden. Vom Kleinkind bis zum Senior haben alle Spaß am Modellautosport. Die Mitglieder des MAC Mettenheim helfen Neuanfängern jeden Alters sich in die Technik sowohl mit dem Bau der Modellautos als auch ins Fahren einzufinden. Nicht nur ein Spielzeug für die Kleinen – nein – auch ein Hobby für den sportbegeisterten „Papa !!!" 

Bedanken möchte sich der MAC bei allen Mitgliedern des Vereins für die gehaltene Treue – bei den Mitarbeitern der Vorstandschaft, beim Errichter unserer Homepage Peter Höppler  sowie unserem Webmaster Rudi Rothenaicher, für die hervorragend geleistete Arbeit – bei unseren Damen, unserem Metzger Rudi Hahmann und unserem Bäcker Hans Jörg Zepter, die stets für gute Verpflegung sorgen, sowie bei allen Helfern des Vereins für Ihren Einsatz. Vergelt`s Gott auch den Firmen die uns unterstützen.

Besonders bedanken möchten wir uns für die gute Aufnahme auch beim Vereinslokal Kreuzer Wirt, der Gemeinde Mettenheim, voran dem Herrn Bürgermeister H. Gründl, für seine Hilfe in der Gründungszeit, seinem Nachfolger H. Stark, seinen Mitarbeitern und den Mitbürgern für die Unterstützung und Gastfreundschaft.

Nicht vergessen möchten wir auch die Medien, denen wir eine gute Berichterstattung verdanken.

 

 

Die Vorstandschaft

des MAC - Mettenheim